Der Fußballtrainer Ottmar Hitzfeld hat gesagt: „Es spielen nicht immer die elf Besten, sondern die beste Elf.“

Im Recruiting heißt das für mich: Ich suche nicht die elf Besten, sondern die beste Elf. Wie ich das meine? Das erfahrt Ihr hier und heute, in diesem Newsletter lege ich Euch unsere Recruiting-Strategie offen.

No Pain - No Gain!?

Bodybuilder sind sich einig: No Pain - No gain. Ohne Schmerzen kein Wachstum.

Auch wenn ein Unternehmen wächst, stellen sich unweigerlich Wachstumsschmerzen ein. Doch Du hast es in der Hand, ob die Schmerzen von einem vorrübergehenden Muskelkater oder einem dramatischen Bänderriss kommen.

Wir von coveto haben in den letzten fünf Jahren die Anzahl unserer Mitarbeiter verfünffacht. Dabei war uns immer wichtig, dass niemals die Qualität unserer Arbeit oder die Stimmung im Team unter dem Wachstum leidet. Also: Muskelkater o.k. - aber bitte keinen Bänderriss.

Wie gehen wir vor, wenn wir neue Mitarbeiter suchen?

Die Mitarbeitersuche startet bei uns nicht mit der Stellenanzeige, sondern mit einer gründlichen Anamnese, deren Ergebnisse wir in der coveto Job-Score-Card festhalten. In der Job-Score-Card wird definiert, welche Eigenschaften das neue Team Mitglied mitbringen soll. Und damit wir wissen, welche Eigenschaften das sind, schauen wir uns ganz genau die Situation in der jeweiligen Unit an.

Eine Unit bei coveto bildet zum Beispiel das Vertriebs-Team und das Onboarding-Team. Die Team-Mitglieder des Vertriebs stimmen sich eng mit dem Team für das Neukunden-Onboarding ab, damit unsere Kunden nach der Beratung im Verkaufsgespräch ganz geschmeidig in die Implementierungsphase der Software gleiten. Diese beiden Teams bilden eine Unit.

Die Anfragen steigen (herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die uns so fleißig weiterempfehlen) und damit steigt auch das Arbeitsvolumen in dieser Unit. Die logische Schlussfolgerung wäre: Wir brauchen mehr Verkäufer, um die erhöhten Anfragen zu bearbeiten und wir brauchen mehr Onboarding Coaches, um die neuen Kunden optimal abzuholen. Hier gehen wir anders vor.

Das Blumenkohlprinzip

Wir schauen uns genau an:
Wo haben wir im Moment in dieser Unit Schwachstellen? Und wie können wir die Mitarbeiter, die bereits jetzt einen hervorragenden Job machen entlasten so dass sie sich auf Ihre jeweiligen Stärken konzentrieren können?

Deshalb fragen wir die Mitarbeiter aus der jeweiligen Unit:

  • Welche Deiner Aufgaben machen Dir am wenigsten Freude?
  • Welche Tätigkeiten würdest Du am liebsten sofort abgeben, wenn Du die Möglichkeit dazu hättest?
  • Was raubt Dir in deiner täglichen Arbeit Energie?
  • Bei welchen Aufgaben neigst Du zu Prokrastination (Aufschieberitis)?
  • Welche Aufgaben fallen Dir schwer?
  • Welche Aufgaben können andere besser als Du selbst lösen?

    Aber nicht nur Aufgaben, die der Stelleninhaber nicht mag, kann man von seinen Aufgaben trennen, sondern auch Aufgaben, die nicht auf das Ziel seines Verantwortungsbereichs einzahlen.

    Die Fragen dazu lauten:
  • Welche Aufgaben übernimmst Du im Moment, die nichts mit Deinem Kerngeschäft zu tun haben?
  • Welche Tätigkeiten zahlen nicht auf Deine Ziele ein?

    Stelle Menschen ein, um mehr zu erreichen, nicht um mehr zu arbeiten!

    Mit diesen Fragen lassen sich einfach Aufgaben identifizieren, die die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter nach unten ziehen. Wie bei einem Blumenkohl trennen wir diese Aufgaben heraus und suchen eine Person, die für diese Aufgaben, die richtige Person ist.

    Es gibt immer jemanden, der Dinge gerne erledigt, die für eine andere Person ein Graus sind. Meine erste Mitarbeiterin war so eine Person. Sie übernahm das komplette Thema Buchhaltung und Fakturierung. Mir fiel damit eine tonnenschwere Last von den Schultern. Nicht nur, dass ich nicht mehr schimpfend und fluchend am Wochenende vor der Buchhaltung saß - nein, sie machte es auch viel besser und gewissenhafter als ich es je gekonnt hätte.

    Die Vorteile der Blumenkohlstrategie:

  • Der bestehende Mitarbeiter fühlt sich beflügelt, weil er nicht länger durch Aufgaben, die ihm weniger liegen ausgebremst wird.
  • Der Mitarbeiter versteht, dass er ein wichtiger Teil im Unternehmen ist und es für die Geschäftsführung oberste Priorität hat, ihm optimale Rahmenbedingungen zu bieten.
  • Das Team hat großes Interesse daran, den oder die Neue schnell und gut einzuarbeiten, da das neue Teammitglied mehr Freiraum für die eigene Arbeit bringt.
  • Das neue Teammitglied kann sich von Anfang an als Experte für einen bestimmten Bereich positionieren, ohne mit anderen in Konkurrenz zu treten.
  • Die Produktivität im Team steigt exponentiell zur Anzahl der neuen Teammitglieder

    Bist Du im Moment in der Situation, dass Dein Wachstum durch fehlende Mitarbeiter ausgebremst wird? Möchtest Du gerne mehr zu diesem Thema erfahren?

    Dann schreibe mir, indem Du einfach auf diesen Newsletter antwortest. Auch wenn ich nicht persönlich jede Mail beantworten kann, werden alle Mails gelesen und nehmen Einfluss auf die Inhalte der kommenden Newsletter.

    Du willst keine Inhalte verpassen?
    👉🏼 Dann jetzt hier lang 👈🏼

Vorheriger Artikel Nächster Artikel